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Vorabhinweis

KulturSalon

am Sonntag, dem 07.04.2019 um 11:00 Uhr

 

 

 

 

 

Anja Bagus

 
 

 

 

 

geboren in Baden Württemberg,
aufgewachsen am Kaiserstuhl,
verheiratet ins erstaunlich grüne Ruhrgebiet,
ein Kind, zwei Katzen, einen Hund.

  Heilpraktikerin und Autorin.

Anja Bagus
http://www.anja-bagus.de/
https://twitter.com/AnjaBagus
http://pinterest.com/lutrina/

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Was hat Steampunk mit Zeitreisen zu tun und was ist das eigentlich?
Die Autorin Anja Bagus schreibt Romane, die in einem anderen Deutschland spielen. Baden-Baden 1910 und nicht mehr so, wie man es aus den Geschichtsbüchern kennt. Eine seltsame grüne Substanz namens Æther hat die Welt verändert. Die andere industrielle Entwicklung führt zu dampfbetriebenen Luftschiffen und neuen Waffen. Aber auch die Menschen verändern sich unter dem Einfluß des Æthers. So treffen seltsame Wesen auf ordentliche Beamte und Fräuleins auf Wissenschaftler ...
Am Ende muss es ein Amt richten. Das Amt für Ætherangelegenheiten ist nun dafür zuständig, all diese Veränderungen zu katalogisieren und zu erforschen. Dazu kümmert es sich ebenfalls um das Problem der illegalen Zeitreisen. Der vom Amt ausgegebene Zeitreisepass macht alles einfacher und ist ein schönes Dokument, um seine Erlebnisse nachzuhalten.

Anja Bagus liest aus ihren Büchern, erklärt das Amt und stempelt auch Zeitreisepässe. (Die man erwerben kann, falls man keinen besitzt.) Und vielleicht erklärt sie auch, was Steampunk ist.

Fakten, die niemand wissen wollte, ich aber trotzdem erzähle.

Weil ich das bei einem anderen Autoren so witzig fand, klau ich das einfach. Hier sind zufällige Fakten über mich:

- ich schreibe alemmanisch, kann aber keins.

- ich habe keinerlei Allergien.

- ich kann aus ein paar Sachen was Tolles zu essen zaubern.

- ich hab einen sehr eigenwilligen Musikgeschmack: auf meiner Playlist tummelt sich Ivan Rebroff neben Robbie Williams.

- ich singe gerne, aber nicht besonders gut. Dafür kann ich echt laut singen!

- ich bin Stier. Das heisst, ich geniesse gerne. Ich liebe erschwinglichen Luxus.

- ich bin Stier. Wenn ich mich mal aufrege, geht man mir besser aus dem Weg.

- ich kann alles. Und jetzt kommt mir nicht mit so Sachen wie auf den Mond fliegen und so. Ich mein, ich trau mir eben alles zu. Ich kann nicht bedeutet meist: ich will nicht. Das heisst aber auch nicht, dass ich alles spitzenmäßig kann. Aber ich werde mein Bestes tun.

- ich bin in meinem Leben fast 30 mal umgezogen.

- ich musste mir noch nie Hornhaut von den Füßen entfernen und habe Fingernägel, mit denen ich eine Bierflasche öffnen könnte (soviel zu: zuviel Information)

- ich kann hervorragend über mich selbst lachen.

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1. Schreiben macht süchtig. Ich fand meine Freundin damals anstrengend, wenn sie (selbst Mama eine Kleinkindes und dann kam noch eins dazu) sehnsüchtig sagte: "Ich will einfach mal wieder schreiben." Naja, dachte ich, dann mach doch. Oder eben nicht. Fällt ein Sack Reis um. Man kann nicht alles haben ... etc. Ich Bitch. Jetzt, wo ich das selbst tue, ist es wie ... ach, binge-watching deiner Lieblingsserie. Du weißt einfach, dass da noch so viel auf dich wartet, und rational gesehen ist es egal, ob du es heute oder morgen oder erst nächste Woche schaust, aber du willst es JETZT!!!! Es muss raus, oder du willst rein, wie auch immer. Deine Protas sind deine Freunde, mit manchen verbindest du sogar noch intimere Gedanken ... Es ist ein Zweitleben und du versinkst jedesmal total ... bis dich etwas herausreisst ("Mama, kannst du mal ...? HERRGOTT, KANNST DU NICHT ALLEIN?)(Sorry, die fauchende Furie, das war ich? Klar kann Mama ... aber wo war ich denn jetzt im Text ... verdammt ...)

2. Andere Autoren sind manchmal Feinde. Wer hätte das gedacht. Das Leben in den Social Media, die man ja besuchen muss, ist hart. Und die Hilfe, die man sucht, ist da. Am Besten ist die, die man in Form von Blogeinträgen anderer Autoren findet. Begibt man sich aber in einen Live-Austausch (sei es nun Chat, Gruppe, Forum oder was auch immer ... oder gar in ECHT!!!), so kann es einem passieren, dass sie sich auf dich stürzen wie ein Rudel Wölfe, knurrend und geifernd. Du hast irgendeines der goldenen Gesetze gebrochen. Bist ganz naiv reingestolpert, hast irgendeine, deiner Meinung nach unverfängliche Frage gestellt ... und hinkst am Ende fast gebrochen und Blut spuckend vom Schlachtfeld. Zum Glück kann man aus Gruppen austreten, Chats zumachen und einfach weiterschreiben. Und einen Scheiß auf die goldenen Gesetze geben. Weil die Welt im Umbruch ist. Weil es bals anders laufen wird, auf dem Buchmarkt; weil es schon anders läuft.

3. Autoren können Freunde sein. Ja, das können sie, denn, wir haben alle die gleichen Sorgen und Nöte. Wir buhlen um Leser, die mehr als nur ein Buch lesen und diese Erkenntnis macht frei. Frei von Neid und Dünkel. Denn Leser verzeihen viel. Sie sind dankbar für Tipps, wo sie noch gute Bücher herbekommen können. Und Autoren können sich in so vielen Dingen helfen: egal ob morgens um 6 oder nachts, wenn man allein auf den Bildschirm glotzt und noch 500 Worte schreiben müsste. Aber man hat sie verbraucht, die Worte, für einen weiteren aussichtslosen Kampf gegen Windmühlen. Und der Zeigefinger ist müde immer wieder die Aktualisierungsfunktion von amazon zu drücken bis endlich das erste Ranking kommt ... dann sind sie da, irgendeine rist immer da und tröstet dich, feuert dich an und baut dich auf.

4. Bücher geschrieben zu haben macht ... einsam. Die Umwelt erstarrt in Ehrfurcht. Beim ersten Buch gehts noch. Das ist so ... ja, das kann jeder verstehen und ja, sie wollen es gerne alle haben (geschenkt natürlich) und klar, lesen sie es ... nicht. Und du triffst sie das nächste Mal und sie entschuldigen sich sofort. Du nickst und sagst: ist ja nicht eilig. Und dann triffst du sie wieder und sie sagen: Es war so viel zu tun und ... dann ging das Benzin aus! Ja, sagst du. Und erwähnst, dass es schon das zweite Buch gibt. Die Blicke bewölken sich. Sie nicken und versprechen, sich nun zu beeilen. Und trifft man sie wieder, versuchen sie auszuweichen, sie erwähnen es nicht, nur beiläufig erfährt man von Erdbeben und schweren Krankheiten und dann kam die Flut. Jaja, nickst du, denn du hast schon bald das dritte Buch raus. Dann kommt man in die Zeitung und sie sind alle stolz, weil sie haben es ja gewusst, aber ... sie haben es immer noch nicht gelesen. Das macht einsam.

5. Bücher sind wunderschön und gemein. Ein eigenes Buch ist wundervoll. Dein eigenes Cover, jeder Buchstabe sitzt da, wo du es wolltest, Danksagungen, und Prolog und Epilog und ... Druckfehler. Verdammt. Immer sind welche drin und man unterdrückt das Bedürfnis, sich sofort beim Kauf schon mal prophylaktisch dafür zu entschuldigen. Irgendwie ist es scheinbar besonders schlimm. Also ... Bücher müssen makellos sein. Dabei ... ach Mensch, ich schreib Unterhaltung! Also ... ich sags mal so: wenn ich Belletristik schreiben würde ... Das ist doch wie Mode: es gibt den Primark-Mist und es gibt Chanel. Und alles dazwischen. Kauf ich Primark, dann rechne ich doch damit, dass das Shirt sich verzieht. Das weiß ich doch, da schreib ich doch keinen Leserbrief an die Times für mein 2,50 Euro Hemdchen. Kauf ich Chanel, dann will ich, dass wenigstens ein wenig Puder von Karlchen auf das Kleid gerieselt ist und zahle die 4000 Euro ohne zu zucken. Wenn dann aber eine Pailette abfällt, dann gnade Gott. Meine Bücher sind handgedengelt und mundgeklöppelt. Ich habe sie so gemacht, wie ich sie haben wollte. Und ich liebe sie, wie mein Kind. Und das hat auch seine Macken.

 
 

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Der KulturSalon ist eine Einladungsveranstaltung. Sie findet immer an einem Sonntag in der Zeit von 11 bis 13 Uhr statt. Die Angeschriebenen sind persönlich zum KulturSalon eingeladen. Natürlich können Sie gerne Ihre Freunde oder Gäste mitbringen. Das kündigen Sie bitte per E-Mail an genauso, wie Sie sich selber anmelden. Die Kulturaktion dauert etwa eineinhalb Stunden und läuft bis ca. 13:00 Uhr aus. Sie können zwischendurch gerne zu alkoholfreien Getränken, Wein und Essbarem greifen. Am Ende der Veranstaltung geben Sie so viel Geld in das Sammelglas, wie Ihnen die Veranstaltung (wirklich) wert ist.
Noch ein Hinweis: Natürlich werden die Bilder der jeweiligen Kunstausstellungen nicht weggehängt. Aber der KulturSalon ist an diesem Morgen die Hauptsache. Heimliches Gucken ist unbedingt erlaubt.
Sie werden erleben, dass durchfahrende Züge die Veranstaltung „rhythmisieren“. Dagegen spricht oder musiziert niemand an. Diese Zwangspausen geben Gelegenheit, sich ein paar eigene Gedanken zu machen oder einen Schluck zu trinken.
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